Sommertour - Tag 1: Hessen. Stark für verrückte Ideen: Tour startet mit Fokus auf Wohnen, Energie & Flächenentwicklung
- Erster Tourtag steht unter dem Motto „Hessen. Stark für verrückte Ideen.“
- Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori besucht Projekte in Frankfurt, Pfungstadt und Hochheim am Main.
- Im Mittelpunkt stehen Wärmeversorgung, Klimaanpassung, Wohnungsbau und die strategische Entwicklung von Flächen.
Mit dem Motto „Hessen. Stark für verrückte Ideen.“ hat Hessens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori gestern den ersten Tag seiner Sommertour durch Hessen gestartet. Der Auftakt führte nach Frankfurt, Pfungstadt und Hochheim am Main und richtet den Blick auf innovative Ideen und die Grundlagen wirtschaftlicher Stärke: eine neue Form der Energieversorgung, vorausschauende Flächenentwicklung und Investitionen, die die Zukunftsfähigkeit des Landes sichern.
„Viele Innovationen, die heute unseren Alltag prägen, klangen einmal wie verrückte Ideen. Heute haben wir uns angeschaut, wie Erdwärme ein Schwimmbad heizen wird und wie ganze Wälder umgesetzt und klimaresilient gemacht werden. Diese Sommertour ist der Start in die zweite Halbzeit dieser Legislaturperiode. Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren viele wichtige politische Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt. In der zweiten Halbzeit wird es darum gehen, diese Politik zu vertiefen. Unser Ziel ist, dass die Menschen in Hessen beginnen, den Unterschied zu spüren – bei den Betrieben, in den Kommunen und im Alltag“, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.
PROJEKTE ZEIGEN, WIE GRUNDLAGEN FÜR WACHSTUM ENTSTEHEN
Den Auftakt bildete die Geothermieanlage am Rebstockbad in Frankfurt. Dort überreichte der Minister einen EFRE-Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro.* Die Geothermieanlage ist Teil einer Gesamtinvestition von rund 9 Millionen Euro; künftig sollen rund 40 Prozent des Wärmebedarfs des neuen Rebstockbades durch Geothermie gedeckt werden.
„Am Rebstockbad sehen wir, wie aus Forschung, Förderung und kommunaler Verantwortung eine neue Infrastruktur für Wärmeversorgung entsteht. Solche Projekte verbinden Energiepolitik, Stadtentwicklung und wirtschaftliche Stärke. Wir mögen verrückte Ideen – sie sind Innovation, und aus ihnen entstehen oft die Technologien und Arbeitsplätze von morgen“, so Mansoori.
*Kofinanziert von der Europäischen Union
In Pfungstadt informierte sich der Minister über den klimaresilienten Waldumbau im Pfungstädter Wald. Dort wird auf rund 250 Hektar eine der größten Ausgleichsmaßnahmen in Hessen umgesetzt, im Zusammenhang mit der Planfeststellung für die ICE-Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim. Das Projekt steht für das Zusammenspiel von Klimaanpassung, Infrastrukturplanung und langfristiger Flächensicherung.
Am Nachmittag besuchte Mansoori gemeinsam mit der Hessischen Landgesellschaft mehrere Entwicklungsprojekte in Hochheim am Main. Dazu gehören das Wohnbaugebiet Schänzchen III, das Gewerbegebiet Östliche Frankfurter Straße mit Perspektive als Rechenzentrumsstandort sowie die Innenentwicklung des ehemaligen Tetra-Pak-Geländes. Die Stadt Hochheim arbeitet seit 2006 mit der Hessischen Landgesellschaft zusammen; die drei größten Vorhaben umfassen zusammen rund 55 Hektar Entwicklungsfläche und Investitionen im zweistelligen Millionenbereich.
„In Hochheim zeigt sich, wie strategische Flächenentwicklung ganz praktisch funktioniert: neue Wohnungen, neue Gewerbeflächen und die kluge Weiterentwicklung bereits genutzter Areale. Wer wirtschaftliche Stärke für die kommenden Jahre sichern will, muss heute die Voraussetzungen dafür schaffen“, sagte Mansoori.
ZUKUNFTSFÄHIGKEIT BRAUCHT PLANUNG, INVESTITIONEN UND HANDLUNGSFÄHIGE KOMMUNEN
Der erste Tourtag knüpft unmittelbar an zentrale Vorhaben der Landesregierung an. Mit den Baupaketen wurden Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt. Die Weiterentwicklung des Landesentwicklungsplans schafft zusätzliche Spielräume für Wohnen und Wirtschaft. Hinzu kommen Investitionen in die Energieinfrastruktur und Zukunftstechnologien, die die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hessen stärken.
HINTERGRUND
Die Sommertour steht unter dem Dach „Hessen. Stark für den Alltag.“ und markiert den kommunikativen Auftakt der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode. Nach den politischen Entscheidungen der vergangenen zweieinhalb Jahre geht es nun verstärkt um ihre Wirkung vor Ort – in Betrieben, Kommunen und für die Menschen in Hessen. Zu den wichtigen Vorhaben der ersten Hälfte der Legislaturperiode zählen unter anderem der kostenfreie Meister, die Bau- und Verkehrspakete, der Hessenfonds, der Industrietrialog und ein modernes Vergaberecht.